Weiterbildung muss nicht immer mit langen Anfahrtswegen verbunden sein. Der Fachverband SHK Hessen bietet seinen Innungen die Möglichkeit, Präsenzschulungen direkt vor Ort zu organisieren. Voraussetzung sind in der Regel mindestens zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Welche Themen gefragt sind, richtet sich dabei nach dem konkreten Bedarf der Innung und ihrer Mitgliedsbetriebe.
Wie gut dieses Konzept funktioniert, zeigte jetzt eine Wiederholungsschulung bei der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg in Korbach. Unternehmer und Mitarbeiter aus SHK-Betrieben der Region nutzten die Gelegenheit, ihr Fachwissen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen bei Heizölverbraucheranlagen aufzufrischen.
Referent Jürgen Jakob informierte über aktuelle rechtliche Vorgaben der AwSV, technische Anforderungen an Heizölverbraucheranlagen sowie die Schulungspflichten für Fachbetriebe. Die Fortbildung dient dem Erhalt der Fachbetriebseigenschaft und ist für verantwortliche Betriebsleiter alle zwei Jahre erforderlich.
„Heizölverbraucheranlagen werden uns noch viele Jahre begleiten. Wer an diesen Anlagen arbeitet, muss die technischen Anforderungen und die aktuellen rechtlichen Vorgaben sicher beherrschen. Regelmäßige Schulungen schaffen dafür die notwendige Grundlage“, erklärte Jakob.
Auch Obermeister André Landskron verwies darauf, dass die Anforderungen an die SHK-Betriebe mit den Veränderungen im Wärmemarkt nicht geringer werden. Fachkräfte müssen heute neue Technologien ebenso beherrschen wie bestehende Systeme und die jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben kennen.
Weiterbildung nach Bedarf
Die Schulung in Waldeck-Frankenberg ist ein Beispiel dafür, wie der Fachverband SHK Hessen die Innungen bei der Weiterbildung ihrer Mitgliedsbetriebe unterstützt. Statt für jedes Seminar weite Wege in Kauf nehmen zu müssen, können geeignete Präsenzangebote direkt in der jeweiligen Innung stattfinden.
Dabei ist das Angebot nicht auf die Wiederholungsschulung nach AwSV beschränkt. Je nach Bedarf können beispielsweise Schulungen zu folgenden Themen vor Ort organisiert werden:
- Wiederholungsschulungen nach AwSV
- Nachschulungen zur Elektrofachkraft
- Kommunikation und kundenorientiertes Auftreten
- Kalkulation und betriebswirtschaftliche Themen
- aktuelle gesetzliche Anforderungen, unter anderem GmodG und aktuelle Fördermöglichkeiten
Auch bei anderen Themen lohnt sich die Nachfrage beim Fachverband. Entscheidend ist der konkrete Weiterbildungsbedarf der Betriebe.
Kurze Wege, gemeinsamer Nutzen
Für die Innungen bietet das Konzept gleich mehrere Vorteile: Sie können den Schulungsbedarf ihrer Mitgliedsbetriebe gezielt aufgreifen, ihren Mitgliedern kurze Anfahrtswege ermöglichen und gleichzeitig den fachlichen Austausch innerhalb der Innung stärken.
Der Fachverband SHK Hessen ruft deshalb dazu auf, ihren Weiterbildungsbedarf und entsprechende Themenwünsche bei ihrer Innung oder uns anzusprechen.
Sind mindestens zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessiert, kann gemeinsam geprüft und abgestimmt werden, wie und wann die gewünschte Präsenzschulung vor Ort durchgeführt werden kann.
Schulung in Ihrer Innung – so funktioniert’s
1. Bedarf ermitteln
Fragen Sie bei Ihren Mitgliedsbetrieben ab, zu welchen Themen Schulungsbedarf besteht.
2. Teilnehmer bündeln
Für eine Präsenzschulung vor Ort sollten mindestens zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammenkommen.
3. Fachverband ansprechen
Teilen Sie dem Fachverband SHK Hessen das gewünschte Thema und die voraussichtliche Teilnehmerzahl mit.
4. Termin abstimmen
Der Fachverband prüft die Möglichkeiten und stimmt Schulungsinhalt, Referenten und Termin mit der Innung ab.
5. Wissen vor Ort auffrischen
Die Betriebe profitieren von einer praxisnahen Weiterbildung in ihrer Region – mit kurzen Wegen und direktem Austausch.
Interesse? Sprechen Sie den Fachverband SHK Hessen an. Gemeinsam bringen wir die passende Weiterbildung in Ihre Innung.
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