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  • Schulungszentrum des Fachverbands Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen
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Hilfe zur Selbsthilfe

Selbst eine APP das sogenannte“ Lehrstellenradar“  für Smartphones wurde zwischenzeitlich von den Handwerkskammern entwickelt.

Zudem gilt die Devise je früher ich mich um eine zu besetzende Lehrstelle kümmere umso Erfolg versprechender. Auch die Anforderungen die Sie als Ausbildungsbetrieb an einen künftigen Auszubildenden stellen, sollten klar definiert sein. Überlegen Sie welche sozialen und persönlichen Kompetenzen sollte der/die Bewerber/in mitbringen? Wie wichtig sind z. B. Teamfähigkeit, Höflichkeit und Freundlichkeit, Kontaktfähigkeit, Zuverlässigkeit,  körperliche Fähigkeiten, Ausdauer oder Verantwortungsbereitschaft? Legen Sie Wert auf einen bestimmten Schulabschluss  und sind gute Noten in bestimmten Schulfächern  besonders wichtig? Ist ihr Betrieb gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen oder benötigt ein Lehrling einen Führerschein?

Aber nicht nur der potentielle Auszubildende muss über gewisse Fähigkeiten verfügen, sondern auch der Ausbildungsbetrieb. Es würde den Rahmen sprengen alle Vorschriften und Rahmenbedingungen hier aufzulisten die zu beachten sind. Viele Dinge tun Sie sowieso.

In zulassungspflichtigen Handwerken dürfen nur Meister vom Fach bzw. von verwandten Handwerken ausbilden.

Alternativ muss der Ausbilder die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle nach § 7 Handwerksordnung (HwO) erfüllen oder eine Ausübungsberechtigung nach § 7a oder § 7b HwO bzw. eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO haben. Zusätzlich muss er den Teil IV der Meisterprüfung oder eine gleichwertige andere Prüfung, insbesondere eine Ausbildereignungsprüfung auf der Grundlage einer nach § 30 Abs. 5 Berufsbildungsgesetz (BBiG) bestanden haben. In einem zulassungsfreien Handwerk oder einem handwerksähnlichen Gewerbe darf neben einem Meister ausbilden, wer:

  • die Gesellen- oder Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung,
  • eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte oder vor einer Prüfungsbehörde oder eine Abschlussprüfung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Schule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung oder

  • eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat.

Allerdings muss der Ausbilder eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen sein. Wie lange das genau ist, wurde nicht festgelegt.

Zudem muss die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung geeignet sein. Die betriebliche Eignung setzt unter anderem die erforderlichen Werkzeuge, Gerätschaften, Maschinen und Räumlichkeiten voraus, die zur Ausbildung erforderlich sind. Bezüglich einer Werkstatt muss hier als Mindestanforderung eine Übungsmöglichkeit für den/die Auszubildende/n vorhanden sein.

Ob Sie prinzipiell die Bedingungen erfüllen, überprüft Ihre Handwerkskammer. Die Ausbildungsberater der Kammern sind die ersten Ansprechpartner rund um die Ausbildung. Dort sagt man Ihnen auch, welche Papiere Sie benötigen und wo Sie sie bekommen. Außerdem werden Sie dort mit passendem Infomaterial versorgt; der Service für Mitglieder kostenlos.

Wenn Sie diese Vorüberlegungen für sich - am besten schriftlich- angestellt haben, steht einer hoffentlich erfolgreichen Suche und der Auswahl eines geeigneten Auszubildenden nichts mehr entgegen.